Evangelische Kirchengemeinde Mühlhausen – Tairnbach

Erster Gottesdienst nach der Corona-Pause

10. Mai 2020

Kleiner Gottesdienst Kantate 2020

Heute morgen konnten wir erstmals nach den 7 Sonntagen Unterbrechung wieder gemeinsam einen kleinen Gottesdienst in unserer Kirche feiern. Wir waren ungefähr 20 Personen. Es war schön, dass wir uns wiedersehen konnten – etwas Platz für einige mehr wäre auch noch gewesen. Zwar war es schwer, nur Vater Unser und Glaubensbekenntnis mitsprechen zu können und beim Singen schweigen zu müssen. Aber eine kleine Abordnung aus dem Kirchenchor sorgte dennoch für eine ansprechende musikalische Gestaltung. So wollen wir es nun auch an den nächsten Sonntagen vor Pfingsten halten. Wer möchte kann sich den Gottesdienst von heute hier downloaden.

„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder“

8. Mai 2020

Mit diesem Wochenspruch aus Psalm 98, Vers 1 gehen wir in die kommende Woche und in das erste Wochenende, an dem in Deutschland in den Kirchen wieder Gottesdienste stattfinden können. Nicht allerorten wird bereits an diesem Sonntag, den 10. Mai wieder ein Gottesdienst sein. Es gilt, Schutzmaßnahmen zu treffen, um verantwortlich mit den Lockerungen im Rahmen der Abwehr der Corona-Pandemie umzugehen. Das heißt vorerst nach den Maßgaben, die die Evangelischen Kirchen in Baden und Württemberg mit dem Land vereinbart haben: Gottesdienste ja, aber bis zum 1. Juli kein gemeinsames Singen in der Kirche und vorerst auch bis Erntedank keine Feier des Abendmahls. Auch die Zahl der zugelassenen Teilnehmer an Beerdigungen auf dem Friedhof wird auf 50 Personen erhöht. Das alles aber mit dem gebotenen Sicherheitsabstand. Und damit beginnen wir am Sonntag, der den lateinischen Namen Kantate trägt?!

Der Name Kantate ist wiederum vom bereits zitierten Psalmvers und Wochenspruch aus der Liturgie des 4. Sonntags nach Ostern abgeleitet: „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“ Wie soll das jetzt gehen? Und: Ist das angemessen, dass wir in den nächsten Wochen in den Gottesdiensten nicht miteinander singen können, sollen, dürfen? Das haben sich sicherlich schon viele von Ihnen gefragt – und ich auch. Wohlgemerkt: Wir müssen in der Kirche nicht auf Musik verzichten, nicht darauf, dass wir gemeinsam Gesang lauschen, sogar zusammen summen wäre möglich, aber zusammen singen, das geht nicht. Einerseits kann ich das nachvollziehen, andererseits empfinde ich das als ganz schön starr.

Diese Vorgabe ist für mich aber kein Grund, keinen gemeinsamen Gottesdienst zu feiern und nicht wenigstens ein Lied auf die Lippen gelegt zu bekommen, dass ich dann zuhause singen, pfeifen oder summen kann. Jetzt, wo es endlich wieder in unserer Kirche möglich ist. Im Brief an die Kolosser heißt es für diesen Sonntag im dritten Kapitel: „Zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld: und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern: wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar.“

Ich bin dankbar, dass wir an diesem Punkt wieder angelangt sind, gemeinsam in unserer Kirche Gottesdienst feiern zu können. Ich bin geduldig, dass es auf absehbare Zeit, wahrscheinlich überhaupt nicht mehr, diesen einen Schalter gibt, den wir umlegen können und dann ist alles wieder wie vor Corona. Das wird beispielsweise spannend mit den Hochzeiten in diesem Sommer: Sagt man sie ab? Lassen sie sich im kommenden Jahr dann so feiern wie für dieses Jahr schon geplant?

Ich schätze mich glücklich, in diesen Wochen bei guter Gesundheit geblieben zu sein, eine gute Familie, einen sicheren Job, einen schönen Garten und jetzt auch wieder Gottesdienste in der Kirche zu haben. Für und mit denen zu beten, bei denen dies anders war oder sein wird – und wer von uns weiß schon, ob er nicht auch einmal dazugehört – ist das Erste, was wir sonntags wieder gemeinsam tun können. Und auf lange Sicht, da bin ich mir sicher, wird der Gesang in unserer Kirche gewiss nicht zu kurz kommen.

Eine gesegnete Woche, Ihr Pfarrer Klemens Dittberner

Kirche ab sofort wieder Sonntags geöffnet – zum Gottesdienst und zur persönlichen Einkehr

8. Mai 2020

Ab Sonntag, 10. Mai wird in der Ev. Kirche Tairnbach wieder wöchentlich um 10 Uhr Gottesdienst gefeiert. Die Kirche bietet unter Einhaltung der geltenden Schutzvorgaben Platz für ca. 30 Personen. Ein Zwang zum Mundschutz besteht nicht, auf Gemeindegesang und die Feier des Abendmahls muss aber zunächst verzichtet werden. Außerdem hat der Kirchengemeinderat in seiner Sitzung am 7. Mai beschlossen, dass vorerst probeweise die Kirche sonntags von 9.30 bis 17 Uhr zur persönlichen Einkehr geöffnet ist. Damit wolle man auch Risikogruppen sowie Friedhofsbesuchern und Spaziergängern in Zeiten von Corona einen Anlaufpunkt bieten. Die Ev. Kirche Tairnbach liegt am Rande der Ortschaft unmittelbar an deren Friedhof und dem mit Infotafeln als Lehrpfad erschlossenen Rundweg durch die Hohlen rings um Mühlhausen und Tairnbach.

„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur …

1. Mai 2020

… das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2. Korinther 5,17). Wir feiern am 3. Mai den Sonntag Jubilate. An seinem Namen hört man es schon. Da soll man sich freuen, jubeln, jauchzen, lobsingen. Wiederum ist der Name des Sonntags einem Psalmwort entnommen: „Jauchzet Gott (Lateinich: Jubilate Deo), alle Lande! Lobsinget zur Ehre seines Namens; rühmet ihn herrlich!“ (Psalm 66,1-2). Wer jetzt sagt, ich fange neu an mit der österlichen Kraft neuen Lebens im Rücken und öffne mein Herz; ich öffne die Türen, gehe wieder raus – ohne dieses Leben in Zeiten von Corona gleich durch Leichtsinn wieder aufs Spiel zu setzen –, der trifft den Ton dieses Sonntags, wie ihn das Wochenlied umreißt: „Gott gab uns Atem, damit wir leben, er gab uns Augen, dass wir uns sehn. Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn. Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.“ (EG 432,1)

Wir lesen in der Bibel gleich zu Beginn von der Erschaffung der Welt durch den großen Schöpfergott und im Evangelium bei Johannes von dem Weinstock und seinen Reben: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ (Johannes 15,6). Wir geben dem Impuls zu neuem Leben am dritten Sonntag nach Ostern nun wirklich nach.

Deswegen ist der Sonntag Jubilate für mich so passend für die Feier der Konfirmation in unserer Gemeinde, die wir in diesem Jahr nun leider in den Herbst verschieben müssen. Gerne hätte ich mit diesem Impuls unsere sechs Konfirmanden in ihre Welt des zunehmenden Erwachsenseins mit dem Segen Gottes geschickt: In Christus mit Gott verbunden auf zu neuen Ufern – Neues ist schon geworden!

Eine gesegnete Woche, Ihr Pfarrer Klemens Dittberner

Trauerritual für zuhause

29. April 2020

Bisher sind wir in unserer Gemeinde von Todesfällen aufgrund des Corona-Virus verschont geblieben. Nichtsdestotrotz müssen wir auch in diesen Tagen und Wochen von lieben Menschen aus unserer Mitte Abschied nehmen. Wir können dies bis auf Weiteres nicht in der gewohnten Form tun, aber unsere Verstorbenen gottlob mit dem engeren Familienkreis und einer begrenzten Zahl an weiteren Personen auf den Friedhöfen würdevoll und mit dem Zuspruch Gottes beerdigen. Für alle diejenigen, die gerne an einer Beerdigung teilgenommen hätten, um gemeinsam Abschied zu nehmen, denen es gegenwärtig aber nicht möglich ist, stellen wir hiermit eine Handreichung zur Verfügung, um zuhause in zeitlicher Nähe zur Trauerfeier auf dem Friedhof an die Verstorbenen zu gedenken. So bleiben wir in der Trauer miteinander verbunden. Hier finden Sie die pdf-Datei und können sich diese herunterladen. Gott stehe uns bei in unserer Trauer und schenke uns allen das ewige Leben. Trauerritual für zuhause_Mühlhausen_Tairnbach